Standortschließung im Maschinenbau: Reorganisation, Sozialplan und Mitarbeitertransfer in 5 Monaten

Eine Standortschließung im Maschinenbau verlangt einen klaren Kurs – denn Rechtssicherheit, Sozialverträglichkeit und operative Stabilität müssen gleichzeitig funktionieren. In diesem Projekt begleiteten wir eine Reorganisation im Maschinenbau über fünf Monate und steuerten Personalabbau, Kommunikation sowie den Transfer der verbleibenden Mitarbeitenden an einen neuen Standort – eng abgestimmt mit Geschäftsleitung und Betriebsrat.

Daten & Fakten

  • Rolle: Senior HR Consultant

  • Branche: Maschinenbau

  • Unternehmensgröße: > 6.000 Mitarbeitende

  • Projektdauer: 5 Monate

  • Einsatz: 4 Tage pro Woche

  • Kunde: Das Unternehmen ist weltweit in rund 40 Ländern aktiv, beschäftigt 6.575 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro.

Ausgangslage

Im Rahmen einer strategischen Neuorientierung konsolidierte der Konzern einen Geschäftsbereich und plante die Schließung eines Standorts – mit engem Zeitplan und dem Ziel, verbleibende Mitarbeitende an einen neuen Standort zu verlagern.

Die Zielsetzung

Im Fokus standen zwei Ziele: Erstens sollte die Standortschließung im Maschinenbau rechtssicher und sozialverträglich gelingen. Zweitens wollte der Kunde HR-Prozesse bis zur finalen Schließung stabil halten, damit Führung und Organisation jederzeit handlungsfähig bleiben.

Vorgehen & Umsetzung

Projektsteuerung und Kommunikation aufsetzen

Von Anfang an banden wir Geschäftsleitung und Betriebsrat eng ein und strukturierten die Change-Kommunikation. Dadurch blieb der Prozess nachvollziehbar, und gleichzeitig konnte das Unternehmen Entscheidungen zügig treffen.

Personalabbau über Interessenausgleich und Sozialplan umsetzen

Auf Basis von Interessenausgleich und Sozialplan setzten wir den Personalabbau von rund 200 Mitarbeitenden um. Dazu gehörten Sozialauswahl, Kündigungen sowie die Verhandlung von Sonderkündigungen – stets sauber dokumentiert und im tariflichen Rahmen der IG Metall Baden-Württemberg.

Führungskräfte begleiten und arbeitsrechtliche Themen absichern

Parallel stärkten wir Führungskräfte durch Coaching, damit sie Gespräche professionell führen und Unsicherheiten im Team aktiv adressieren. Kündigungsschutzprozesse begleiteten wir fachlich, sodass das Unternehmen in kritischen Situationen konsistent handelte.

Kurzarbeit und Transfergesellschaft steuern

Wo erforderlich, beantragten und verwalteten wir Kurzarbeitergeld (KuG) und begleiteten den Übergang in die Transfergesellschaft. So blieb die Abwicklung geordnet, während der Standort schrittweise herunterfuhr.

Mitarbeitende verlagern und ERA-Eingruppierungen angleichen

Damit der Betrieb am neuen Standort stabil weiterläuft, planten und organisierten wir den Transfer der verbleibenden Mitarbeitenden. Zusätzlich glichen wir ERA-Eingruppierungen an und führten die erforderlichen Gespräche strukturiert durch.

Ergebnisse

Personalabbau umgesetzt: Abbau von ca. 200 Mitarbeitenden innerhalb von 5 Monaten – rechtssicher und sozial sauber.

Prozesssicherheit geschaffen: HR-Prozesse liefen bis zur Schließung stabil weiter, inklusive Kurzarbeit.

Mitarbeitertransfer realisiert: Verlagerung der verbleibenden Mitarbeitenden an den neuen Standort unter Berücksichtigung von Qualifikation und individueller Situation.

Fazit

Eine Standortschließung im Maschinenbau gelingt dann, wenn der Prozess konsequent geführt wird und gleichzeitig fair bleibt. In diesem Projekt sorgten klare Steuerung, belastbare Abstimmung mit dem Betriebsrat und saubere Umsetzung dafür, dass das Unternehmen während der Schließung arbeitsfähig blieb – und den Übergang zum neuen Standort abgesichert hat.

Steht bei Ihnen eine Standortkonsolidierung, ein Personalabbau oder eine Restrukturierung im Maschinenbau an, dann sprechen Sie mit uns:

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